Therapie
Zentrale Punkte meiner Therapie sind
Tiefenpsychologie, Traumatherapie und die Integration von Psychotherapie und Seelsorge.
Tiefepsychologie
Die theoretischen Grundannahmen der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie gehen zurück auf die Psychoanalyse. Diese wurden erstmals formuliert durch Sigmund Freud, Carl Gustav Jung und Alfred Adler. Im Mittelpunkt der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie steht die Annahme unbewusster innerer Konflikte, welche eine Symptombildung und eine Beeinträchtigung der Lebensqualität verursachen können. Diese unbewussten Konflikte haben häufig ihren Ursprung in der frühen Kindheit und führen zur Entwicklung von persönlichen Bewältigungs- und Anpassungsmustern. Wenn wir als Erwachsene unbewusst mittels dieser Muster reagieren, kann dies zu unbefriedigenden Erfahrungen bis hin zu psychischen Erkrankungen führen.
Mithilfe der Therapie gehen wir gemeinsam auf die Suche nach diesen Mustern, um sie zu erkennen und verändern zu können.
Traumatherapie
Traumatherapie ist eine spezielle Therapiemethode um traumatische Erfahrungen zu bearbeiten, sie besteht aus drei Phasen:
Stabilisierungsphase: hier geht es darum Selbstberuhigungstechniken anzuwenden, mehr Kontrolle im Umgang mit schwierigen Gefühlen zu erlangen, mehr Sicherheit im Alltag herzustellen und den Zugang zu den eigenen Kraftquellen und Stärken wieder herzustellen.
Traumadurcharbeitungsphase: diese Phase kann erst durchgeführt werden wenn man in Sicherheit lebt, gelernt hat sich selbst zu beruhigen und belastende Gefühle auszuhalten. Zur Traumakonfrontation verwende ich
- EMDR
- IRRT
- PITT
Bei EMDR geht es darum, durch gezielte bilaterale Stimulation, z.B. durch angeleitete Augenbewegungen, eine Aktivierung beider Hirnhälften zu erreichen und dadurch einen Verarbeitungsprozess im Gehirn anzustoßen.
IRRT dient der Täterentmachtung, dh. das innere Bild davon, einem Stärkeren hilflos ausgeliefert zu sein, zu korrigieren.
Mit PITT wird die Leistung, die das eigene Ich in der schwierigen Situation erbracht hat angesehen, gewürdigt und das Erlebte zur Ruhe gebracht.
Welche Methode angewandt wird, hängt von vielen individuellen Gegebenheiten ab.
Mit Hilfe der Traumakonfrontation ist es möglich die Erfahrungen so zu verarbeiten, dass sie kontrollierbar werden und an Belastung verlieren.
Integrationsphase: in dieser Phase geht es darum das eigene Leben so wie es geworden ist anzunehmen und auch zu trauern. Gleichzeitig geht es aber auch um einen Neubeginn und eine neue Orientierung.
Psychotherapie und Seelsorge
Es ist wissenschaftlich belegt, dass die Bindungsbeziehung zu Gott, wie es sie in der christlichen Religion gibt, eine sehr große Bedeutung für den Heilungsprozess hat.
Daher biete ich an, dass ich diese Dimension, wenn vom Patienten gewünscht, in die Therapie einbeziehe.
Mir ist dabei wichtig, dass es keine Verwechslung beider Bereiche gibt, auch wenn sie sich oft überlappen und gegenseitig beeinflussen können. Wesentlich ist, dass keine religiösen Vorstellungen übergestülpt werden, sondern die eigenen Ressourcen, soweit sie der Bindungsbeziehung dienen, in die Therapie integriert werden können.
Die Marienfigur im Bild steht für den Menschen, der sich Gott anvertraut.